Fireblade61
Na bitte, geht doch!

Seit Juni 2008 beglückt Honda die Welt mit einem faszinierenden Naked Bike.
Schlagen wir einfach mal nach, was der Duden über das Wort radikal weiß, denn der Begriff wird gern mit kraftstrotzenden Naked Bikes in Verbindung gebracht. Extrem, rücksichtslos steht da. Das stimmt. Rücksichtslos ist die neue Honda in der Tat. Man sieht in den Spiegeln nicht viel mehr als die eigenen Unterarme. Und sie ist auch extrem. Die Linienführung, die exquisiten Details oder das markante Motorrad-Gesicht hätte man Honda, wo sonst oft Funktion vor Design steht, nicht zugetraut. Die CB 1000 R ist zweifelsfrei ein Motorrad, das aus der Masse heraussticht. Und frischen Wind in das Segment der Naked Bikes blasen wird. Ein Markt, der enorm gewachsen ist. Europaweit wurden in den Jahren 2006 und 2007 rund eine halbe Million unverschalter Spaßbringer neu zugelassen. Dass Honda hier einen neuen, spitzen Pfeil aus dem Köcher ziehen würde, um damit anzugreifen, lag nahe.
Dieser Vergleich bringt es auf den Punkt. Man stelle sich vor: Northern Territory, Australien. Vollkommene Stille. Nur der eigene Herzschlag ist hörbar. Schnurgerade Straße, kein Speedlimit. Knopfdruck. Leises Gesäusel aus dem Schalldämpfer. Klick, Gang rein. Kupplung raus. Und – zzzhaapp – der CB-Pfeil ist von der Sehne, schon klatscht einem der Horizont ans Visier. Nach nur 3,2 Sekunden durchbricht man die 100-km/h-Mauer. Nach 11,2 Sekunden stehen 200 auf der Uhr. Das Sonderbare dabei: Die gefühlte Zeit ist mindestens drei Mal so schnell. Keine andere Honda rückt das Thema Beschleunigung so in den Mittelpunkt wie diese Maschine. Warum?

Wer möchte, der kann seine CB über längere Etappen vorderreifenschonend bewegen.
Ganz klar: Man hat keine Chance, sich vor dem anstürmenden Wind hinter irgendwelchen Teilen zu verschanzen. Aber da ist noch etwas anderes. Und das spürt jeder, der sich zum ersten Mal auf das Motorrad setzt. Ein Spielzeug, schießt es einem durch den Kopf: Extrem schmale Taille, gestauchtes Cockpit, schmaler Lenker, schmale Sitzbank – man sitzt fast über dem Vorderrad und ist dennoch perfekt in die Maschine integriert. Fühlt sich frei. Agil. Aktiv. Leicht und beswingt. So hat man vor ein paar Jahren noch 250er empfunden, sagt die Erinnerung. Und dann trifft einen die Macht der Tausender. Unerwartet. Hart. Der potente Vierzylinder macht mit den vollgetankt 220 Kilogramm kurzen Prozess. Und es ist ihm auch egal, ob der Fahrer gerade zum Titelheld der Zeitschrift Mens Health gewählt worden ist oder als Model bei XXL-Mens jobbt.
Honda ist es brillant gelungen, das Thema Motor bei der CB 1000 R ins Rampenlicht zu rücken. Dabei ist dieser im Grunde ein alter Bekannter. Das Bohrung-Hub-Verhältnis ist beispielsweise identisch mit dem der 2007er-Fireblade und der CBF1000. Der Vierzylinder ist bis auf unterschiedliche Köpfe (Fireblade: Fallstrom-Prinzip, CBF engere Ventilwinkel als CB) bei allen drei Modellen fast baugleich. Die CB-Version sollte wie die CBF ein bulliges Drehmoment von unten heraus produzieren, gleichzeitig aber auch die Drehzahlgier der Fireblade erben. Die Techniker fanden einen idealen Mittelweg (siehe Infokasten Seite 21). Dieser Mix ist gelungen. Er macht an. Der Motor hängt wunderbar sanft am Gas. Er lässt sich ebenso touristisch schaltfaul fahren, wie er den Vollstrecker mimt – ein kurzer Dreh am Gasgriff reicht, und der Pfeil rauscht von der Sehne. Die Gänge rasten präzise und mit knackig-flauschigem Feedback. Sie sind mir nichts, dir nichts durchgesteppt, denn die Getriebeabstufung ist eng, die Endübersetzung sportlich kurz gewählt. Das kultiviert den Landstraßenspaß, fördert den Aktionismus. Theoretisch sind 243 km/h Topspeed drin.
Quelle:Motorradonline.de

Seit Juni 2008 beglückt Honda die Welt mit einem faszinierenden Naked Bike.
Schlagen wir einfach mal nach, was der Duden über das Wort radikal weiß, denn der Begriff wird gern mit kraftstrotzenden Naked Bikes in Verbindung gebracht. Extrem, rücksichtslos steht da. Das stimmt. Rücksichtslos ist die neue Honda in der Tat. Man sieht in den Spiegeln nicht viel mehr als die eigenen Unterarme. Und sie ist auch extrem. Die Linienführung, die exquisiten Details oder das markante Motorrad-Gesicht hätte man Honda, wo sonst oft Funktion vor Design steht, nicht zugetraut. Die CB 1000 R ist zweifelsfrei ein Motorrad, das aus der Masse heraussticht. Und frischen Wind in das Segment der Naked Bikes blasen wird. Ein Markt, der enorm gewachsen ist. Europaweit wurden in den Jahren 2006 und 2007 rund eine halbe Million unverschalter Spaßbringer neu zugelassen. Dass Honda hier einen neuen, spitzen Pfeil aus dem Köcher ziehen würde, um damit anzugreifen, lag nahe.
Dieser Vergleich bringt es auf den Punkt. Man stelle sich vor: Northern Territory, Australien. Vollkommene Stille. Nur der eigene Herzschlag ist hörbar. Schnurgerade Straße, kein Speedlimit. Knopfdruck. Leises Gesäusel aus dem Schalldämpfer. Klick, Gang rein. Kupplung raus. Und – zzzhaapp – der CB-Pfeil ist von der Sehne, schon klatscht einem der Horizont ans Visier. Nach nur 3,2 Sekunden durchbricht man die 100-km/h-Mauer. Nach 11,2 Sekunden stehen 200 auf der Uhr. Das Sonderbare dabei: Die gefühlte Zeit ist mindestens drei Mal so schnell. Keine andere Honda rückt das Thema Beschleunigung so in den Mittelpunkt wie diese Maschine. Warum?

Wer möchte, der kann seine CB über längere Etappen vorderreifenschonend bewegen.
Ganz klar: Man hat keine Chance, sich vor dem anstürmenden Wind hinter irgendwelchen Teilen zu verschanzen. Aber da ist noch etwas anderes. Und das spürt jeder, der sich zum ersten Mal auf das Motorrad setzt. Ein Spielzeug, schießt es einem durch den Kopf: Extrem schmale Taille, gestauchtes Cockpit, schmaler Lenker, schmale Sitzbank – man sitzt fast über dem Vorderrad und ist dennoch perfekt in die Maschine integriert. Fühlt sich frei. Agil. Aktiv. Leicht und beswingt. So hat man vor ein paar Jahren noch 250er empfunden, sagt die Erinnerung. Und dann trifft einen die Macht der Tausender. Unerwartet. Hart. Der potente Vierzylinder macht mit den vollgetankt 220 Kilogramm kurzen Prozess. Und es ist ihm auch egal, ob der Fahrer gerade zum Titelheld der Zeitschrift Mens Health gewählt worden ist oder als Model bei XXL-Mens jobbt.
Honda ist es brillant gelungen, das Thema Motor bei der CB 1000 R ins Rampenlicht zu rücken. Dabei ist dieser im Grunde ein alter Bekannter. Das Bohrung-Hub-Verhältnis ist beispielsweise identisch mit dem der 2007er-Fireblade und der CBF1000. Der Vierzylinder ist bis auf unterschiedliche Köpfe (Fireblade: Fallstrom-Prinzip, CBF engere Ventilwinkel als CB) bei allen drei Modellen fast baugleich. Die CB-Version sollte wie die CBF ein bulliges Drehmoment von unten heraus produzieren, gleichzeitig aber auch die Drehzahlgier der Fireblade erben. Die Techniker fanden einen idealen Mittelweg (siehe Infokasten Seite 21). Dieser Mix ist gelungen. Er macht an. Der Motor hängt wunderbar sanft am Gas. Er lässt sich ebenso touristisch schaltfaul fahren, wie er den Vollstrecker mimt – ein kurzer Dreh am Gasgriff reicht, und der Pfeil rauscht von der Sehne. Die Gänge rasten präzise und mit knackig-flauschigem Feedback. Sie sind mir nichts, dir nichts durchgesteppt, denn die Getriebeabstufung ist eng, die Endübersetzung sportlich kurz gewählt. Das kultiviert den Landstraßenspaß, fördert den Aktionismus. Theoretisch sind 243 km/h Topspeed drin.
Quelle:Motorradonline.de