Motorradszene Insolvenz Motorrad Scharle GmbH, St Wendel

KlausHetti
Hallo alle!

Gestern am 4.8.08 ist das Insolvenzverfahren über das Vermögen der Motorrad Scharle GmbH eröffnet worden.

Wichtig:

Alle, die momentan geschäftlich mit der Firma zu tun haben, sollten diese besonderen Bedingungen beachten!

Bye.KH

Details: --> hier klicken <--
snuggy
Krass, wer hätte das gedacht!!!
Judy
Danke für den Hinweis Klaus.

trotz meiner nicht gerade berauschenden Erfahrungen mit der Reparatur meiner F 650 habe ich überlegt im Winter eine GS 1200 bei Ihm zu kaufen.

So werde ich mir das noch mal genau überlegen.

Wäre doch echt Sch... wenn der Insolvenzverwalter Danke für die parrmarkfufzig sagt, aber Bike neee.
lol lol lol lol lol lol lol lol lol

(Ist nem Kollegen vor ein paar Jahren mit einem Auto passiert)

Gruß

Rudolf
Rookie
Boah...

das hätt ich jetzt aber auch nicht gedacht... ?!?!?! Augen rollen

Schade eigentlich... fand die Leute da immer nett und zuvorkommend! Hoffentlich gehts da in irgendeiner Form weiter.... geschockt
Capricorn
Finde das auch Schade. Hängen ja einige Schicksale mit dran. Zudem waren die Leuts immer nett und fair zu mir. Ich drück da mal die Daumen das es wieder wird.
balu
wink3
das war mir eigentlich schon seit längerer zeit "irgendwie " bekannt,
jetzt ist es halt passiert
vielleicht kann ein guter insolvenzverwalter noch was retten
walter
supergut58
so was kann jeden treffen der Selbstständig ist .Schade für die Leute----es könnte aber weitergehen wenn,

sofern die Firma nach Meinung ,des Fachmannnes mit verschiedenen Vergleichen ,gegenüber den Kreditgebern zu retten ist.
ahnungslos ahnungslos
versys63
Gerücht habe ich schon vor 6 Wochen gehört!
Tot Gesagte leben länger!!
Eine Insolvens ist rein kaufmännisch betrachtet nichts schlimmes und heißt nicht zwangsläufig das die Firma zumacht. Zu mal es eine GmbH ist und da eigentlich nichts passiert. Der Insolvensverwalter wird jetzt sehen ob sich, vielleicht in etwas "schlankerer" Form, daß weitermachen lohnt. Mich hat es immer wieder fasziniert wieviele Maschinen der da stehen hat und ob sich daß wirklich lohnt!
vogesenkreuzer
tach

Zitat:
Original von versys63
Eine Insolvens ist rein kaufmännisch betrachtet nichts schlimmes und heißt
nicht zwangsläufig das die Firma zumacht. Zu mal es eine GmbH ist und da
eigentlich nichts passiert.


...ich find sowas immer superätzend, da die firma eventuell weiter macht,
aber die "gläubiger" und somit oft kleinere lieferanten und auch kunden auf
der strecke bleiben werden... da gibts so viele bsp für, kann man garnicht
alle aufzählen... die dürfen sich dann mit geschmälerten forderungen zufrieden
geben, hauptsache es kommt überhaupt noch was... in dem fall würde ich als
gläubiger sehr genau abwägen, wem ich was liefere oder welchen auftrag ich
erteile... freund von mir is so ganz bös auf die nase gefallen, unverschuldet...
inclusive haus und allem, alles über kopp gegangen!

gas

markus
KlausHetti
Eigentlich wollt ich ja nix dazu sagen.

Tu ich auch nicht, habs wieder gelöscht!

Die Mitarbeiter sind die armen Socken, hoffentlich kriegen sie schnell wieder einen Job! Um die tut es mir leid! Ich kannte zwar keinen von denen, aber das macht nix.

Ich will nur folgende kleine Geschichte erzählen:
Ein Kollege von mir, leider viel zu früh gestorben traurig , hat in der Palz eine neue BMW gekauft - naja, manche lernen's nie Zunge raus
Die großen Kofferdeckel waren bei Auslieferung nicht dabei, wurden bei der erten Inspektion mit angebaut. Jetzt ging es darum, wohin mit den alten Deckeln. Mein Kumpel wollte sie nicht haben. Der BMW-Händler aber auch nicht. Er hat dann erklärt, wenn alle ihre Kofferdeckel dalassen würden, dann müsste er ja bald noch eine Lagerhalle bauen, er hätte eh schon so wenig Platz, und wenn jetzt alle noch ihren Kram da lassen würden, das wär auch alles so teuer, Platz, Personal, Strom, Heizung und die Geschäfte gehen ja so schlecht. Da könnte er ja bald Insolvenz anmelden.
In dem Moment kam die Frau von dem Händler auf den Werkstatthof gefahren ...


... ja genau, mit dem neuen Porsche ... Firmenwagen!

Wisst ihr, was ich meine?

Bye.KH
Capricorn
Hi

Solange man die Hintergründe nicht kennt ist alles dazu reine Spekulation. Und die ist der Sache, nämlich der Erhaltung der Arbeistplätze der Leute und des Geschäftes selbst alles andere als dienlich.

Da sind ruck-zuck Dinge in die Welt gesetzt, welche sich verselbständigen. Und ich glaube mal, das möchte keiner.

Ich kann über die Firma inklusive aller Leute dort nichts negatives sagen. Die Leute haben sich etwas erarbeitet und sollen die Früchte der Anstrengung auch ernten. Manchmal reichen eine falsche Entscheidung oder ungünstige Umstände um so etwas zu ruinieren.Neider gibt es immer.

Aber das muß jeder für sich entscheiden.

Cap
KlausHetti
Cap, was willst du damit sagen?

Sicher ist es schade, dass die Leute die Früchte ihrer Arbeit nicht ohne weiteres ernten können. Aber woran liegt das denn?

Eine Firma geht in die Insolvenz, wenn sie ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, sprich zahlungsunfähig wird. Das sind ja wohl Fakten. Und es liegt an Fehlentscheidungen der Geschäftsführung - manchmal auch daran, dass die Leute die Produkte der Firma nicht mehr kaufen, was aber auch mit einer Fehlplanung der Geschäftsführung zu tun hat.

Was hat das mit Neid zu tun? Neidisch auf schlechte Geschäftsführung?

Wenn eine Firma - wohlgemerkt GmbH - mit begrenztem Haftungspotential (minimal 50.000 Öros in D, ggf. mehr) in Gebrauchtbörsen rund 110 Motorräder anbietet, die zum größten Teil 0-500 km auf dem Tacho haben, was einem Gesamtwert von locker 800.000 Öros entspricht, dann muss die Geschäftsleitung sehr gut sein, um die sich für die Firma daraus ergebenden Probleme handzuhaben.

Aber ein Geschäft das zahlungsunfähig wird, ist ein schlecht geführtes Geschäft, denn die Erhaltung der Zahlungsfähigkeit ist eine der Grundaufgaben der Geschäftsleitung. Das muss nicht jeder für sich selbst entscheiden, das sind bekannte Geschäftsgrundsätze. Da wird nix in die Welt gesetzt, da sind nur Fakten.

Sorry, aber bei sowas kann ich kein Mitleid zeigen. Wenn Geschäfte in dieser Art geführt werden, dann kann das für die Mitarbeiter sowie für die Kunden nicht gut sein.

Bye.KH
vogesenkreuzer
tach

joo, hier soll niemand schlecht geredet und garniemanden die früchte
der arbeit verwehrt werden... erst recht nicht derer die unverschuldet
an dieser misere teilhaben... ich seh nur die andere seite einer
insolvenz... mir geht es mehr um lieferanten und kunden die nun
auf vorderungen sitzen bleiben, dass einzig ist es, was mich an dieser
leidvollen sache ärgert... und das ärgert mich wirklich... immer auf dem
rücken vieler kleiner ausreiten... tolle wurst... oder meint ihr es werden
alle rechnungen beglichen wenn tatsächlich das licht für immer ausgeht?
gibt auch hier genug beispiele wo es dann halt eine neue firma auf einen
verwandten gibt...

gas

markus wolte da auch mal nen thunderbird spocht kaufen

alles peanuts, im vergleich zum bsp mit maxfield, oder wie hiess der laden
gleich noch mal... oder meint ihr das der nun den gürtel auch nur ein loch
enger schnallt... in 5 jahren mal "eben" 27 mllionen verwirtschaften is auch
nicht schlecht... ich mach was falsch...
Capricorn
Hallo

Die Info für sich ist objektiv und bestimmt für einige Leute nützlich, die entweder geschäftlich als Selbständige oder anderseits als private Kunden mit der Firma zu tun haben. Für die ist es eine gute Sache das zu wissen.

Was mich nervt sind solche Aussagen ob die Insolvenz am Lebensstil des Inhabers liegt und wie der es sich leisten konnte da soviel Maschinen rumstehen zu haben. Das meinte ich damit. Das klingt dann ein wenig nach Neid.

Keiner war dabei, keiner hat irgendwelche Bilanzen und ähnliches gesehen. Das eine saubere und gewinnorientierte Geschäftsführung Grundlage ist dürfte auch jedem klar sein.

Das da auch evtl. Existenzen von Zulieferern, sonstigen Geschäftspartnern etc. dahinter stehen ist mir auch klar. Und gerade für die ist es wichtig daß der Laden weiterläuft.
versys63
[quote]Original von Capricorn
Hallo

Was mich nervt sind solche Aussagen ob die Insolvenz am Lebensstil des Inhabers liegt und wie der es sich leisten konnte da soviel Maschinen rumstehen zu haben. Das meinte ich damit. Das klingt dann ein wenig nach Neid.

Neidisch sein ist die gßte Form der Anerkennung
Warum sollte ich also neidisch sein auf eine Insolvens??
War auch nicht so gemeint sondern es war daß was ich vor 6 Wochen schon gehört hatte.
Viele Maschinen in der größen Ordnung zeigt das viel Kapital gebunden ist und daß kostet viel Geld. Für einen Motorradhändler hat er viele Maschienen da stehen gehabt und daß hat mich fasziniert, meine Meinung. Und glaube mir was Kapitalbindung heißt weiß ich.

Keiner war dabei, keiner hat irgendwelche Bilanzen und ähnliches gesehen. Das eine saubere und gewinnorientierte Geschäftsführung Grundlage ist dürfte auch jedem klar sein.
Dieser Satz ist wichtig für Unternehmen die überleben wollen, da gebe ich Dir gerne Recht!
Bandit Ecki
Wie ich gehört habe sind die meisten Maschinen schon weg. Wurden wahrscheinlich von den Gläubigern die sie ihm vorfinanziert haben abgeholt.
Die Gründe für eine Insolvenz liegen in der Überschuldung und/oder der Zahlungsunfähigkeit. Dann bleibt der Gang zum Insovenzverwalter unumgänglich.
Entweder hat sich Herr Scharle zuviel entnommen oder der Betrieb war einfach unrentabel.
Die dummen sind die Mitarbeiter und evtl. Lieferanten mit offenen Rechnungen. Die werden vom Insolvenzverwalter zuletzt bedient und bis dorthin ist der Kuchen alle. geschockt
versys63
Meine Rede!
KlausHetti
Neidisch ... auf nen BMW-Händler geschockt

Da wär eher Mitleid angebracht Zunge raus
balu
wink3
muß da auch noch was loswerden....
natürlich gibt es geschäftsfelder die konjunkturbedingt oder produktbedingt probleme haben und in die zahlungsunfähigkeit geraten.
aber
größtenteils sind diese dinge durch schlechte geschäftsführung bedingt, daß bedeutet ja nicht gleich das sich jemand über gebühr bereichert hat
und
aus erfahrung kann ich sagen, daß nicht jeder chef auch die fähigkeit hat ein unternehmen dauerhaft gewinnbringend zu leiten
traurig
natürlich verlieren dann mitarbeiter und lieferanten
.... aber mit einem guten insolvenzverwalter besteht hoffnung für die mitarbeiter
walter
Judy
Zitat:
Original von KlausHetti
Cap, was willst du damit sagen?

Sicher ist es schade, dass die Leute die Früchte ihrer Arbeit nicht ohne weiteres ernten können. Aber woran liegt das denn?
Kann ich dir nur Recht geben!!! Mit der "Truppe" bin ich immer gut gefahren !!!

Eine Firma geht in die Insolvenz, wenn sie ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, sprich zahlungsunfähig wird. Das sind ja wohl Fakten. Und es liegt an Fehlentscheidungen der Geschäftsführung - manchmal auch daran, dass die Leute die Produkte der Firma nicht mehr kaufen, was aber auch mit einer Fehlplanung der Geschäftsführung zu tun hat.

Was hat das mit Neid zu tun? Neidisch auf schlechte Geschäftsführung?

Wenn eine Firma - wohlgemerkt GmbH - mit begrenztem Haftungspotential (minimal 50.000 Öros in D, ggf. mehr) in Gebrauchtbörsen rund 110 Motorräder anbietet, die zum größten Teil 0-500 km auf dem Tacho haben, was einem Gesamtwert von locker 800.000 Öros entspricht, dann muss die Geschäftsleitung sehr gut sein, um die sich für die Firma daraus ergebenden Probleme handzuhaben.

Ist mir auch ein Rätsel?? Ich hatte mein Moped vor ca 3 Wochen in Reparatur bei Scharle und dabei Zeit mir den Bestand anzuschauen und habe mich auch gewundert bei einer sollchen Kapitalbindung.

Aber ein Geschäft das zahlungsunfähig wird, ist ein schlecht geführtes Geschäft, denn die Erhaltung der Zahlungsfähigkeit ist eine der Grundaufgaben der Geschäftsleitung. Das muss nicht jeder für sich selbst entscheiden, das sind bekannte Geschäftsgrundsätze. Da wird nix in die Welt gesetzt, da sind nur Fakten.

Sorry, aber bei sowas kann ich kein Mitleid zeigen. Wenn Geschäfte in dieser Art geführt werden, dann kann das für die Mitarbeiter sowie für die Kunden nicht gut sein.

Auch diese Aussage kann ich nur unterschreiben! Ich betreibe seit über 10 Jahren (zwar nebenberuflich im kleinen Stil) ein Geschäft und bin weder meinen Zulieferern noch meinen Kunden je einen Cent schuldig geblieben.

Bye.KH


Trotz meiner Probleme bei der Reparatur (war schon sehr sauer) finde ich es vor allem für die MA und auch Zulieferer schade wenn der Betrieb es nicht schaffen sollte.

Wobei eine Insolvenz mit einem guten Verwalter ja auch eine Chance für einen Neuanfang sein kann und es ja nicht zwangsläufig zum Schlimmsten kommen muß!!

Daher wünsche ich für die MA, Kunden und Zulieferer alles Gute.


Gruß

Rudolf