Beiträge von Joern

    Ja, Reflektoren am Helm vorne, hinten, links, rechts. Und der Helm muss mindestens ECE22-05 erfüllen. Ich habe einen wenig benutzten wertigen Carbonhelm, den ich in Frankreich wohl nicht tragen darf, er hat irgendwo eine Kennung E9, das ist nicht gültig, denn E9 gibt es nicht bei Motorradhelmen, nur E6. E9 findet sich ansonsten nur bei Feuerwehrhelmen.

    Manche Moppeds stehen sich kaputt. Viel gefahren, gut gewartet ist besser! Meine 1200er gehört zur zweiten Sorte. Vollausstattung, also ESA, Heizgriffe, usw., BMW Gepäckkoffer samt Innentaschen, SW-Motech Tankrucksack, hohe Scheibe, Optimierungen im Bereich Lenker- und Fußrastenhöhe zwecks Entlastung der Handgelenke und komfortablem Kniewinkel, Edelstahlschutzgitter für den Kühler, zusätzliche niedrigere KAHEDO Komfort-Stzbank, Wilbers-Fahrwerk (!) u.v.a.m. Ich bin Erstbesitzer, keinerlei Um- oder Unfallschäden. Scheckheftgepflegt. Garagenfahrzeug. Aus Altersgründen will ich auf ein kleineres Motorrad umsteigen

    EZ 2013, TÜV kein Thema. Technisch ist sie mit ihren 138.000 km in den besten Jahren und topfit. Optisch habe ich mehr Runzeln.

    Bei Interesse einfach mal ne PM.

    Habe die Reise sehr genossen. Ein paar Impressionen anbei.

    Ging auch mal ungemütlich, aber das gehört dazu

    Wenn man genau schaut sieht man links von der Bildmitte die Strasse, wie sie sich durch die Berge windet. Und da begegnet einem auch mal eine halbe Stunde nichts und niemand.

    Bei diesem Wasserfall sah ich gleich mehrere Regenbogen, einer maß von Boden zu Boden ca 5 m und ich stand quasi mittendrin:

    Aber dann immer wieder auch solche Stimmungen:

    Mein üppigstes Frühstück für'n Klicker un'nen Knopp in Norwegen sah so aus:


    Aber manchmal musste auch das als Abendbrot reichen:

    War rundrum eine tolle Sache! Tschüss Norwegen.

    Ein paar unsortierte Gedankensplitter zur Norwegenfahrt:


    Nachdem ich wegen der Pandemie in den letzten beiden Jahren kaum km auf die Uhr bekommen habe, will ich endlich mal wieder in die Ferne. Zu 90 %, also so gut wie sicher werde ich 2022 nach Norwegen fahren. Ich war dort schon vor Jahren sowohl mit dem Motorrad als auch per Auto.


    Die Landschaft ist grandios. Es ist ein wunderschönes Erlebnis, dort Motorrad zu fahren. Motorradwandern - mitunter auch mit offenem Visier - ist das passende Tempo. Manche Pässe / Privatstraßen sind fahrtechnisch nix für Anfänger, mitunter echt atemberaubend / spannend, aber sehr gut machbar mit einer normalen Straßenmaschine. Einmal ging's so steil bergauf, daß ich mit meinem damaligen 60 PS Gespann ein (vollkommen unbeabsichtigtes) Wheelie fabriziert habe.


    Dem Genuss steht die ewig lange Anfahrt im Wege. Rund 1200 km, - das zieht sich. Weil ich aber Norwegen im Sinn habe, und dieses Thema nicht mit anderen Themen vermischen möchte, will ich so schnell als sinnvoll machbar in Hirtshals an der Fähre sein. Andere Anreisewege, z.B. Vogelfluglinie, Dänemark, Schweden … habe ich versucht und favorisiere die Fähre von der Nordspitze Dänemarks.


    Was ich absolut nicht anstrebe ist das Nordcap. Weitaus spannender ist Norwegens Süden mit den Fjords und Fjells. Ich war schon mal über den Polarkreis bis zu den Lofoten gefahren. Diese selbst und auch einige Highlights auf dem Weg dorthin sind sehr wohl traumhaft, nur, ist es diesen riesigen Zeit- und Kilometeraufwand wert? Für mich 2022 nicht.


    Man muss mit Regen rechnen. Knalle warm ist es auch nur gelegentlich. Das braucht eine passende Ausrüstung und ist ein Grund, weshalb ich die Etappen nicht zu lang veranschlagen möchte. Ich denke / hoffe freilich, dass die Klimaverschiebung momentan den Norden zur guten Reiseidee macht. Jedenfalls hatte ich in den zurückliegenden Jahren sowohl im Alpenraum als auch in Südfrankreich / Pyrenäen / Spanien regelmäßig Extremwetterlagen, in Sardinien waren manche Regionen gar nicht mehr anfahrbar, während ein Freund momentan Island bereist und (vollkommen untypisch) 14 Tage nur Sonne hatte.


    Hotels und Essen gehen? Ist toll, wenn man sehr viel Geld einzusetzen bereit ist. Ich wollte bei einem Urlaub meiner Frau was Gutes tun und checkte uns nach ein paar Regentagen zum Aufwärmen und Auftanken weiblicher Weiterfahrlaune in einem Hotel ein. Der nächste Gang musste zu einer Bank gehen, denn die Reisekasse war recht heftig strapaziert.

    Also ich nehme deshalb auf jeden Fall mein Zelt mit. Zwischendurch vielleicht auch mal eine Hütte, die freilich durchaus auch ihren Preis haben.

    Auch dabei habe ich meinen Kocher und ein paar nahrhafte Bergsteigermenues a 150 Gramm Trockengewicht, wenn sich partout mal nichts Essbares zu einem einigermaßen vernünftigen Preis finden lässt. Für kulinarische Urlaube sollte man eher z.B. nach Slowenien oder Kroatien fahren.


    Ich freue mich schon wie's Tier auf die Reise...